SELBSTWAHRNEHMUNG

Die Angst vor der eigenen Stimme

 

 
 

 
Am besten du schaust dir das Video am Ende dieses Artikels nicht an. Denn mein erster Satz in dem Video lautet „Mach das aus!“
 

 
Ich erlebe das häufig. Sobald ich meine eigene Stimme in Form von einer Ton- oder Videoaufnahme höre, bekomme ich ein ungutes Gefühl. Um nicht meine eigenen Worte aus dem Video verwenden zu müssen - „Ich bekomme die absolute Vollkrise.“ Das liegt daran, dass man seine eigene Stimme nur schwer ertragen kann. Man empfindet sie in der Regel als komisch. Man empfindet sie als quietschig. Oder man empfindet sie als zu hoch oder als zu tief. Ich empfinde die Art und Weise wie ich spreche häufig als zu nuschelig. Darum bemühe ich mich, möglichst langsam und deutlich zu sprechen. Diese Selbstwahrnehmung ist für mich mit ein Grund, warum ich Videos auf Youtube drehe.
 

 
 

 
Eine simple Idee, welche mir vor einiger Zeit kam, war es, via Handy eine Selbstaufnahme zu starten. Und in dieser Aufnahme dann irgendetwas möglichst Sinnfreies zu erzählen.
 

 
 

 
„Heute ist ein wunderschöner Tag. Ich war mit dem Fahrrad im Wald. Und habe anschliessend 5000 Bananen gekauft.“
 

 
Wenn ich mir diese Selbstaufnahme später ansehe, bzw. anhöre, dann empfinde ich meine eigene Stimme im ersten Augenblick als negativ. Doch wenn ich diese Übung einige Male vollzogen habe, dann merke ich, wie meine Selbstwahrnehmung sich verändert.
 

 
 

 
Ich merke, wie die Selbstwahrnehmung sich in die richtige Position rückt. Und ich gewöhne mich an mich selbst. Ich gewöhne mich daran wie ich spreche. Wie ich mich bewege. Und wie ich bin.
 

 
 

 
 

 
Diese unskeptische Betrachtungsweise meiner eigenen Person bezeichne ich als die positive Selbstwahrnehmung. Und diese positive Selbstwahrnehmung ist die wirkliche Wahrnehmung.